
Junge Menschen evangelisieren uns
19.05.2026Am 19. Juni 2026 bringen die Camerata Medica Wien, der „Allegro Vivace“ Chor und Rodica Vica (Sopran) und Steven Scheschareg (Bariton) in den Soloparts in der Piaristenbasilika Maria Treu „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms zur Aufführung. Die Gesamtleitung hat Nicolas Radulescu.
Wien, 10.6.2026: Nach Bruckners Symphonie Nr. 4 und dem Mozartrequiem spielt die Camerata Medica Wien diesmal „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der barocken Piaristenbasilika in Wien Josefstadt. Die rund 60 Musiker:innen des gemeinnützigen Orchestervereins Camerata Medica Wien sind in medizinischen und pharmazeutischen Berufen tätig. Der engagierte Laienchor „Allegro Vivace“ wird bei diesem Projekt durch Sänger:innen der „Seestimmen“ unterstützt. Matthias Binder hat das Requiem mit dem Projektchor einstudiert. cameratamedica-wien.at, allegrovivace.at
Ein deutsches Requiem
Johannes Brahms schuf mit seinem Requiem, das er zwischen 1865 und 1868 komponierte, keine Messe für die Verstorbenen, sondern eine außergewöhnliche Musik der Tröstung für die Hinterbliebenen – eine „menschliche Totenmesse“, wie er selbst andeutete. Der Titel „Deutsches“ Requiem ist dabei nicht national, sondern sprachlich und kulturell gemeint. Brahms wählte die Texte aus der deutschen Lutherbibel und nicht aus der lateinischen Liturgie.
Nicolas Radulescu
Nicolas Radulescu, in Wien in eine Musikerfamilie geboren, erhielt ersten Dirigierunterricht bei seinem Vater Michael Radulescu und absolvierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz sein Dirigierstudium bei Martin Sieghart, Wolfgang Bozić und Johannes Prinz. Seit ihrer Gründung 2004 dirigiert Nicolas Radulescu die Camerata Medica Wien, seit 2007 das Internationale Kammerorchester Camerata Pannonica und seit 2010 das Franz-Schmidt-Kammerorchester und seit 2015 unterrichtet er im von ihm mitbegründeten Verein Æsthetica Musicalis. 2006 – 2013 lehrte Nicolas Radulescu an der Grazer Kunstuniversität Dirigieren. Er ist künstlerischer Berater der Anton-Bruckner-Gesamtausgabe des Wiener Musikwissenschaftlichen Verlags. nicolasradulescu.at
Rodica Vica
Rodica Vicas Repertoire umfasst ein breites Spektrum, von barocker Oper und italienischem Belcanto bis hin zu vokal-sinfonischer Musik, Lied und zeitgenössischem Schaffen. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter des Ersten Preises beim Internationalen Barockmusikwettbewerb „La Stravaganza“ in Cluj-Napoca, des Zweiten Preises beim Wettbewerb „Der Weg zum Ruhm“ der Rumänischen Rundfunkgesellschaft sowie des Preises für die beste musikalische Interpretation beim „Ion Dacian“-Trophy. Neben ihrer Bühnentätigkeit initiiert Rodica Vica interdisziplinäre Projekte, die den Dialog zwischen Musik, kulturellem Gedächtnis und künstlerischer Identität erforschen, und wirkt dabei als kulturelle Botschafterin, indem sie Brücken zwischen verschiedenen Kulturen baut, insbesondere zwischen der rumänischen und der österreichischen Kultur. Die Sopranistin ist zudem Doktorin der Musiktheaterwissenschaft (Dr. phil.). rodicavica.com
Steven Scheschareg
Der österreichisch-amerikanische Bariton Steven Scheschareg wurde in New York als Kind österreichischer Eltern geboren und wuchs auf beiden Kontinenten auf. Schon sehr früh sammelte er erste Bühnenerfahrungen in Broadway-Musicals. Danach studierte er Gesang (mit Jan DeGaetani, Thomas Hampson und Walter Berry), Dirigieren, Schauspiel und Geschichte an der Juilliard School, der Eastman School of Music in New York und der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Steven Scheschareg debütierte an der Bayerischen Staatsoper München in der Partie des Leutnant Redburn in Brittens Billy Budd. Nach seinen ersten erfolgreichen Engagements am Linzer Landestheater und der Neuen Oper Wien übernahm er im klassischen Bariton Partien wie Escamillo in Carmen, Marcello in La Boheme, den Vater in Hänsel und Gretel, Don Pizarro in Fidelio und Mozartpartien wie Figaro, Guglielmo und Don Giovanni. scheschareg.com
Die nächsten Piaristenkonzerte finden bereits im Frühherbst statt:
- Concentus Musicus Wien: Barocke Meisterwerke aus Österreich mit dem Concentus Musicus Wien gibt es am September 2026 zu hören.
- Julian Rachlin: Der Stargeiger interpretiert mit seinem Ensemble am Oktober 2026 Franz Schuberts Forellenquintett und Johannes Brahms` Klavierquintett.
Beginn der Piaristenkonzerte in der Piaristenbasilika am Jodok-Fink-Platz in 1080 Wien ist jeweils um 19:30 Uhr, Einlass und Abendkassa ab 18:30 Uhr. Freie Sitzplatzwahl, beschränktes Kontingent.
Karten zu € 36.-/26.- sind auf https://kupfticket.com/shops/piaristenkonzerte erhältlich sowie im Bezirksmuseum Josefstadt (zu den Öffnungszeiten) und bis Ende Juni am Calasanzstand der Pfarre Maria Treu vor der Piaristenkirche (Erfrischungen zugunsten von Pfarrprojekten). Die Piaristenkonzerte sind Partner von „Hunger auf Kunst und Kultur“.




