Tauet Himmel den Gerechten



1."Tauet Himmel den Gerechten,/ Wolken regnet ihn herab!"
rief das Volk in bangen Nächten, / dem Gott die Verheißung gab,/
einst den Retter selbst zu sehen/ und zum Himmel einzugehen,/
denn verschlossen war das Tor,/ bis der Heiland trat hervor.

2. Voll Erbarmen hört das Flehen / Gott auf hohem Himmelsthron:/
Alle Menschen sollen sehen / Gottes Heil in seinem Sohn./
Gottes Engel eilt hernieder, / kehrt mit dieser Antwort wieder:/
"Sieh, ich bin des Herren Magd,/ mir gescheh, wie du gesagt."

3. Und als Mensch zu Menschenkindern / kommt des ewgen Vaters Sohn; /
Licht und Heil bringt er den Sündern,/ Frieden von des Himmels Thron./
Erde jauchze auf in Wonne / bei dem Strahl der neuen Sonne:/
Bald erfüllet ist die Zeit. / Macht ihm euer Herz bereit!





Text: Heinrich Lindenborn 1741 (Neufassung)
Musik: Landshuter Gesangbuch 1777