Alte Freunde nicht zugrunde gehen lassen

1992
kamen Mujo Ćorić und seine Familie als bosnische Flüchtlinge nach St. Thekla, wo sie bis 1999 blieben.Nach ihrer Rückkehr nach Bosnien standen sie mehr oder weniger vor dem Nichts. Mit Hilfe von Spendengeldern aus St. Thekla konnten sie ihr Haus in
Brčko wiederaufbauen.Dort leben sie jetzt, kämpfen aber weiterhin mit großen finanziellen und gesundheitlichen Problemen. In den Medien hört man kaum mehr etwas über Bosnien, was aber durchaus nicht bedeutet, dass dieses Land keine Probleme mehr hat, dass es den Leuten dort gut geht. Daher gibt es leider auch nichts Neues von "unserer" Familie
Ćorić zu berichten.Mujos Pensionsantrag ist auf dem Amtsweg verloren gegangen und noch immer nicht bewilligt. Weder der Sohn Mehmed noch die Tochter Enisa
haben Aussicht auf irgendeine Arbeit, denn Arbeit ist rar in Brčko und nur Leute mit “Beziehungen” finden eine Beschäftigung. Da Mehmed ein Visum für Österreich benötigt, kann er auch nicht als Saisonarbeiter oder Erntehelfer in Österreich etwas Geld verdienen. Enisas Mann hat sie nach kurzer Ehe verlassen, da er nur eine billige Arbeitskraft gesucht hatte.Die Familie lebt weiterhin nur von unseren Spenden und von dem bisschen Gemüse und Erdäpfeln, das Mujo auf dem Nachbargrundstück anbauen darf. Das Geld für Arztbesuche, Medikamente fehlt, es gibt keine Zukunftsperspektiven – kein Wunder, dass die Familienmitglieder allesamt krank und depressiv sind!
Wir wollen die Familie, die immerhin sieben Jahre in St. Thekla gelebt hat, nicht hängen lassen und bitten daher am
19. und 20. Juni 2004 bei allen Messen um Ihre Spenden.
Renate Eibler
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Die Sammlung für die Familie Ćorić in Brčko (Bosnien) am vergangenen Wochenende erbrachte 823,17 €. DANKE! |