DIE ENTWICKLUNG
DER ÖSTERREICHISCHEN PIARISTENPROVINZ
NACH DEM PROVINZKAPITEL (April 2003)

Die Zeiten ändern sich

Nichst ist wie es war. Das kann ein jeder feststellen. Auch die Österreichische Piaristenordensprovinz befindet sich im Umbruch. Zwei Sachen sind besondere Zeichen unserer Zeit:

  • Die Tatsache, dass heutzutage in unserem Land der Lehrerberuf kaum von Männern ergriffen wird und, dass es Mangel an Priesterberufen gibt. Die Piaristen sind Ordensleute, die Priester und Lehrer zugleich sind. Sie spüren also sehr deutlich diese Fakten. Die Piaristenpatres werden weniger an der Zahl.


  • Es gibt viele Christinnen und Christen, welche die eigene Berufung in der Katholischen Kirche entdecken und am Charisma der Gründer von Orden und Kongregationen teilnehmen möchten, ohne die konkrete Lebensform des geweihten Lebens zu übernehmen. Manche möchten Piarist sein, ohne aber "ins Kloster" einzutreten. Es sind ie "neuen" Piaristen, die "Laien Piaristen" ("Laie" nicht im Sinne von "nicht-Fachmann", sondern im Sinne von "nicht-Ordensmann")


    Die Entwicklung der österreichischen Piaristenprovinz

    P.General des Piaristenordens hat die Patres der österreichischen Piaristenprovinz anlässlich seiner kanonischen Visitation (Mai 2002) vor einer wichtigen Entscheidung gestellt:"Entweder einigt sich die österreichische Piaristenprovinz mit einer anderen (Ungarn, Slowakei, Polen,...) oder soll ein Zukunftsprojekt machen für einen Alleingang."
    Die Patres haben die zweite Möglichkeit für besser gehalten. Mit der Hilfe von Freunden und Mitarbeitern der Piaristen wurde an diesem Projekt von September 2002 bis April 2003 gearbeitet.

    Das Provinzkapitel der österreichischen Piaristenprovinz hat am 23.-24.4.03 vier Reglements approbiert. Sie sind der wichtigste Teil dieses Projektes. Die Generalkongregation (P.General + die vier Generalassistenten) hat die Bearbeitung dieses Projektes unterstützt. P.General hat selber am Provinzkapitel (April 2003) teilgenommen.

    Die vier Reglements handeln über
  • den Provinzverwalter,
  • den Provinzbeirat,
  • den Schulverein der Piaristenschulen
  • und die Calasanz-Familie (Laien Piaristen)
  • Die vier Reglements wurden im Juni von der Generalkongregation des Ordens bewilligt. So sind sie jetzt in offizieller Form Bestandteil des neuen Organigramms der österr. Piaristenprovinz.

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    Die Patres mit P.General am 24.4.03
    (Es fehlt P.Stani Szewczul)

    Während der Erstellung des Zukunftsprojektes

    Die Patres und der Provinzbeirat
    mit P.General J.M.Balcells (24.4.03)



    Der VERWALTER DER PROVINZ: 1997 haben die Patres Mag. Thomas Pawel als Verwalter der Piaristenprovinz bestellt. Er sollte den P. Ökonom der Provinz ersetzen. Nachdem diese Entscheidung sich gut bewertet hat, wurde im Provinzkapitel die Geschäftsordnung des Verwalters festgesetzt.

    Der
    BEIRAT DER PROVINZ: Auf Wunsch des Verwalters entstand 1997 der ORDENSBEIRAT, ursprünglich Beirat der Verwaltung der Provinz. Mitglieder dieses Beirats sollten die Patres plus Freunde der Piaristen, Fachleute in Sache Finanzen, Verwaltung, Bauwesen und Gesetze sein. Nach sechs Jahren wird die interne Regelung des Beirates überprüft und reformiert. Das Provinzkapitel hat die Geschäftsordnung des PROVINZBEIRATES approbiert. P.General gibt am 24.3.03 dem neuen Provinzbeirat den Auftakt . Der Koordinator ist Prof. Roland Machatschke, der den Koordinator des früheren Ordensbeirates, Dipl.Ing. Wilfried Klimpfinger, ersetzt. Mitglieder des Beirates zusätzlich zu den Patres sind: Peter Koo, Wilfried Klimpfinger, Thomas Olbrich, Peter Csoklich und Michi Pawel.

    Der
    SCHULVEREIN DER PIARISTENSCHULEN: Um die Zukunft der beiden Piaristenschulen (Maria Treu und St.Thekla) zu garantieren, wird ein Schulverein gegründet, der die Schulerhalterschaft der Piaristenschulen inne haben wird. Man will vermeiden, dass die Piaristen-Volksschulen ihre Identität verlieren, was der Fall sein würde, wenn sie eines Tages nicht mehr den Orden als Schulerhalter haben würden, sondern dass sie Teil eines Schulvereins von katholischen Schulen wären. Die Mitglieder des Schulvereins der Piaristenschulen werden schließlich Menschen sein, die von den Patres dazu eingeladen wurden. Solange der Verein noch nicht besteht, wird die Schulerhalterschaft von der "Schulgruppe" getragen, die aus fünf Mitgliedern besteht: P.Vikar des P.Generals (P.Felix Schober SP), P.Provinzassistent für Pädagogik und Pastoral (P.Ignasi Peguera SP), der Verwalter der Provinz (Mag. Thomas Pawel), P.Christoph Pawel und Fr. Brigitte Huditz (jeweils für die Schulpastoral von Maria Treu und St.Thekla).

    Die
    CALASANZ-FAMILIE: Sie besteht aus Mitarbeitern der Piaristen (aus den Schulen und Pfarren), die am Charisma des hl.Calasanz in persönlicher Form teilnehmen. Die Gruppe will im Glauben wachsen, sich besonders der Erziehung der Kinder und Jugendlichen annehmen, den Eltern bei der Erziehung helfen, und alles nach dem Geist des Evangeliums tun: "Wer ein Kind wie dieses aufnimmt, der nimmt mich auf".
    (Diese Information wurde im Juli 2003 verfasst.)